Selbstliebe vs. Selbstverliebtheit; ein klarer und entscheidender Unterschied
- Martina Tanzmunter
- 20. Nov.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Nov.

Wir leben in einer Zeit, in der viel von Selfcare, Me-Time und Selbstliebe die Rede ist. Und ich finde das ist ganz wunderbar. Gleichzeitig gibt es eine leise Unsicherheit, die ich in Gesprächen immer wieder höre:
„Darf ich mir so viel Gutes tun?"
"Kippe ich dann nicht ins Ego?"
"Wirkt das nicht selbstverliebt?“
Diese Fragen sind verständlich und genau deshalb lohnt es sich, Selbstliebe und Selbstverliebtheit (Narzissmus) einmal liebevoll voneinander zu unterscheiden. Denn sie haben nichts miteinander zu tun, ganz im Gegenteil: Sie liegen auf völlig unterschiedlichen Seiten des inneren Spektrums.
Was ist echte Selbstliebe?
Selbstliebe ist leise. Warm. Ehrlich.Sie fühlt sich an wie eine innige HerzensUmarmung, wie ein liebevoller, tiefer Atemzug, der den Brustkorb weitet.Wie ein „Ja“ zu sich selbst, ohne ein „Nein“ zur Welt zu sein.
Selbstliebe bedeutet:
dich gut zu behandeln
Grenzen zu setzen
Nein zu sagen, wenn dein Körper oder dein Herz Ruhe braucht
Ja zu sagen, wenn du spürst, dass dich etwas nährt
deinen Körper als Verbündeten wahrzunehmen
Raum zu schaffen für Freude, Heilung, Lebensfreude und Lebendigkeit
Selbstliebe ist kein Gefühl von „Ich bin besser als die anderen“, sondern ein inneres „Ich bin wertvoll genau so wie ich bin und du bist es auch“.
Sie ist Verbindung, sowohl mit dir selbst, als auch mit anderen.
Und was ist Selbstverliebtheit / Narzissmus?
Narzissmus ist laut. Bedürftig. Er nährt sich vom Aussen, von Bewunderung, Bestätigung, Anerkennung anderer.
Narzisstische Selbstverliebtheit bedeutet:
sich über andere zu stellen
Aufmerksamkeit zu benötigen
Grenzen anderer zu missachten
höchst manipulativ, um andere zu kontrollieren
die eigene Unsicherheit zu kaschieren
sich ohne Spiegelung von aussen leer zu fühlen
Das eine verbindet, das andere trennt.
Sie entsteht aus innerer Unsicherheit und dem Versuch, ein Loch im Inneren zu füllen. Narzisstische Selbstverliebtheit ist eine psychische Gesundheitsstörung, eine übertriebene, krankhafte Egozentrik.
Der Unterschied zu Selbstliebe ist also riesig:
Selbstliebe nährt – Selbstverliebtheit fordert.
Selbstliebe verbindet – Selbstverliebtheit trennt.
Selbstliebe wächst still – Selbstverliebtheit braucht Bühne, Bewunderung und Applaus.
Warum es so wichtig ist, Selbstliebe zu kultivieren
Viele von uns kennen Selbstliebe nicht aus dem Elternhaus. Wir haben gelernt zu funktionieren, zu gefallen, stark, brav, lieb und still zu sein.
Doch die Wahrheit ist:
Selbstliebe ist kein Luxus. Sie ist lebensnotwendig für unsere Resilienz.
Ein Mensch, der sich selbst liebevoll hält, kann andere viel besser liebevoll halten.
Ein Körper der genährt ist, kann besser tragen.
Ein Herz das weich bleibt, kann leichter geben.
Ohne Selbstliebe verlieren wir Kraft, innere Klarheit, Gesundheit und Selbstbestimmtheit (unseren inneren Kompass). Mit Selbstliebe entsteht Weichheit, Stabilität und Freude, eine Mischung, die uns durchs Leben trägt und uns auch in anspruchsvollen Zeiten resilienter macht. Selbstliebe, Selbstmitgefühl ist eine Superkraft!
Wie Bewegung Körper & Herz auf natürliche Weise in Richtung Selbstliebe führt
Selbstliebe passiert nicht im Kopf. Sie passiert im Körper. Im Atem. In der Bewegung. In Momenten, in denen wir uns selbst wieder in unserer Ganzheit spüren.
💃 Modern Dance kann uns Selbstliebe schenken durch…
Ausdruck und emotionalen Fluss
den Mut, sich zu zeigen
Freiheit im Körper
lebendige, kreative Kraft
das Gefühl: „Ich darf sein, wie ich bin.“
🧘♀️ YogaFlow kann unsere Selbstliebe nähren durch…
Atembewusstsein
Zentrierung
innere Ruhe
Balance zwischen Kraft & Weichheit
das Gefühl: „Ich trage mich selbst.“
🌿 Retreats können uns Selbstliebe ermöglichen durch…
Abstand vom Alltag
Tiefenentspannung
Naturverbundenheit
bewusste, heilsame Auszeiten
Wiederankommen im eigenen Rhythmus
Bewegung schafft Selbstverbundenheit und Selbstverbundenheit ist die Wurzel echter Selbstliebe.
Eine kleine Erinnerung für dich
Es ist nicht selbstverliebt, gut zu sich zu sein.
Es ist heilsam.
Es ist mutig.
Es ist notwendig.
Selbstliebe ist ein stiller, stetiger Akt der Selbstfürsorge. Ein inneres Heimkommen. Ein liebevolles Annehmen dessen, was du bist.
Und wenn du dir hin und wieder Zeit für dich nimmst, für deinen Körper, deine Seele, deine Lebendigkeit, dann ist das kein Luxus. Sondern ein überaus wertvolles Lebensfundament.
Zum Abschluss
Für deinen Weg: eine kleine, kurze Übung (1-2 Minuten)
Schliesse die Augen.
Lege eine Hand dein Herz, eine auf deinen Unterbauch.
Atme 3-mal tief ein und aus.
Dann frage dich:
Was wäre jetzt ein kleiner, liebevoller Akt der Selbstfürsorge? Der erste Gedanke ist oft der richtige. Folge ihm heute, oder in den nächsten 24 Stunden und tue dir was wohliges.
Wenn du magst, begleite ich dich gerne weiter auf diesem Weg:
Mit YogaFlow, Modern Dance oder einem Retreat, wo Selbstliebe ganz gelebt wird und ein wundervolles Erlebnis für Körper, Herz, Seele und Geist ist.
Herzlichst,
💛 Martina tanzmunter :: soulful dance & yoga



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